Zulassungswechsel
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Zulassungswechsel

"Zum Jahreswechsel werde ich meine Zulassung zur Rechtsanwaltschaft in ein anderes Bundesland verlegen. Welche Folgen hat dieses für meine Rentenanwartschaft beim Versorgungswerk? "

Grundsätzlich würden Sie mit Beendigung Ihrer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft im Lande Nordrhein-Westfalen aus dem Versorgungswerk ausscheiden und eine Rentenanwartschaft auf der Basis der bisher zurückgelegten Mitgliedszeiten behalten. Im Regelfall wäre mit dem Zulassungswechsel jedoch auch der Erwerb einer Mitgliedschaft in dem Versorgungswerk des neuen Bundeslandes verbunden. Sie stehen dann regelmäßig vor der Möglichkeit einer Entscheidung, ob Sie Ihre Mitgliedschaft in unserem Versorgungswerk auf Antrag fortsetzen und sich von der Mitgliedschaft in dem anderen Versorgungswerk befreien lassen, oder ob Sie eine Überleitung der an unser Versorgungswerk geleisteten Beiträge auf das neu zuständige Versorgungswerk beantragen. Eine Überleitung wäre lediglich nicht zu den Versorgungswerken der Länder Berlin, Sachsen und Bayern möglich, da es mit diesen Ländern kein Überleitungsabkommen gibt. Bei einem Zulassungswechsel nach Bayern ist darüber hinaus eine weitere Besonderheit zu beachten, wonach jeder in Bayern zugelassene Rechtsanwalt auch Mitglied im Versorgungswerk werden muss und das ohne Altersgrenze. Insoweit erkennt die Bayerische Rechtsanwaltsversorgung auch eine im bisherigen Versorgungswerk fortgesetzte Mitgliedschaft nicht als Befreiungstatbestand an.