Berufsunfähigkeit
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Berufsunfähigkeit

" Ist es sinnvoll, neben der Mitgliedschaft im Versorgungswerk noch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung beizubehalten? Gelten für die Beurteilung einer Berufsunfähigkeit beim Versorgungswerk die gleichen Kriterien wie bei gesetzlich Versicherten oder muss nicht jede Arbeit - unabhängig von deren Zumutbarkeit - angenommen werden?"


Die Gewährung einer Berufsunfähigkeitsrente beim Versorgungswerk richtet sich nach der Bestimmung des § 18.

Nach dieser Bestimmung wird dann eine Berufsunfähigkeitsrente gewährt, wenn das Mitglied aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung auf Zeit oder auf Dauer nur noch in der Lage ist, im Durchschnitt weniger als drei Stunden täglich anwaltlich tätig zu sein. Es ist damit zwar keine 100 %ige Berufsunfähigkeit erforderlich, jedoch wäre eine 50 %ige Berufsunfähigkeit - wie in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ausreichend - hier nicht genügend. Jedes Mitglied wird daher selbst prüfen müssen, ob es für den Fall, dass es bei einer 50 %igen Berufsunfähigkeit keine Rente vom Versorgungswerk erhält, andererseits aber aus einer möglichen Halbtagstätigkeit ein entsprechend reduziertes Einkommen erzielt, sich anderweitig noch zusätzlich versichert.